Etappe 2: Von Berngau nach Pilsach

Von der Ortsmitte von Berngau folgen wir Grün6 nach Nordosten und erreichen bald (bei Tafel 4003) die Zeugenbergrunde am Waldrand. Bald zweigt unser Weg von der Forststraße nach links ab; unser Wald-weg führt uns bergan, zunächst durch dichten Fichtenwald, dann sehr viel steiler und landschaftlich at-traktiver durch lichten Kiefernwald. Die roten Sande kontrastieren vor allem im Frühling mit dem fri-schen Grün der Heidelbeergrüppchen. Die Hohe Ahnt ist sehr still und kaum bekannt. Ihren Namen hat sie wegen ihrer bedeutsamen Rolle bei der Deckung des früher enormen Holzbedarfs. Windungsreich überschreiten wir die Hohe Ahnt, die, wie schon der Staufer Berg, ihre Kalkabdeckung völlig verloren hat. Bald erreichen wir das schmucke, am Südhang des gleichnamigen Bergs gelegene Tyrolsberg (Einkehrmöglichkeit).

Der weitere Verlauf lässt uns in unangestrengter Weise die Landschaft genießen. Ein Aufstieg bringt uns zu den obersten Häusern; bald kommen wir zur Quelle der Sulz, die das hinter uns liegende Gebiet do-nauwärts entwässert. Wenig später erreichen wir den Kamm des flachen Tyrolsbergs, der die Wasser-scheide zwischen Rhein und Donau bildet. Der dunkelrote Sand auf dem Gipfel zeugt von Eisen- und anderen Metalleinschlüssen. Durch Fichtenwald wandern wir beschwingt zuerst in westlicher, dann in nördlicher Richtung. Kurz vor dem Gipfelaufbau des Großbergs wenden wir uns nach halbrechts. Sehr bald eröffnen sich schöne Blicke auf das östlich gelegene Neumarkt. Es folgt ein Pfad, der sich entlang der östlichen Steilhänge des Großbergs windet und sich schräg zur Hanglinie in die Wälder von Köstlbach hinunterzieht.

Hier gelangen wir ins Freie; unser Weg wendet sich nach rechts, und bald erreichen wir den Scheitel-punkt der tief eingeschnittenen Bahnlinie Nürnberg–Neumarkt. Auf der gegenüberliegenden Seite stei-gen wir, vorbei am Golfplatz, die Wiesen von Postbauer-Heng hinauf und erreichen später die flachen Höhen des Grünbergs. Durch Mischwälder wandern wir weiter bis zum Waldrand, wo wir die Bundesstraße B8 vorsichtig überqueren.

Erneut führt uns unser Weg aufwärts, diesmal auf die Südhänge des höchsten aller Zeugenberge, des Dillbergs, zu. In weitem Bogen gelangen wir zum Fuß des Südost-Pfeilers des Dillbergs. Hier kommen wir auf die „Hohe Straße“, die von hier an herrlich auf dem Höhenrücken entlangführt. Wunderbar abwechslungsreicher Wald begleitet uns. Eine gute Stunde später erreichen wir die Heinzburg auf dem Schlossberg, eine im Landshuter Erbfolgekrieg zerstörte und nie wieder aufgebaute Burganlage, von der Halsgraben und Wehrwälle noch gut zu sehen sind.

Von hier an wandern wir stets leicht abwärts. Der breite und gut ausgebaute Forstweg führt in vielen Kurven durch den Neumarkter Stadtwald. Geraume Zeit später erreichen wir den Alten Kanal, der hier wunderbare Seerosen erblühen lässt. Ein kurzer Pfad durch den Wald und über die Staatsstraße von Altdorf führt uns über die Schwarzach nach Loderbach (Einkehrmöglichkeit).

Für Etappenwanderer mit Übernachtung in Pilsach Bald erreichen wir den Rand eines Eichenhains und können auf die zahlreichen Mühlen im Schwarzach-tal hinunterschauen. Kurz darauf tritt unser Wanderweg in den Wald ein. Der Haidbühl, ein von lichten Kiefern bestandener Sandhügel, dürfte wohl im Zusammenhang mit den nacheiszeitlichen Fluten als Ergebnis des Geschiebes entstanden sein. Nach vorsichtiger Querung des Autobahnzubringers schlüpft unser Weg wieder in den Hain neben der befahrenen Straße. Er entlässt uns auf die Wiesen; neben uns das Betriebsgelände der Firma Fritz Berger, eines international bekannten Camping-Ausstatters. Ein Wiesenweg bringt uns vorbei am Sportgelände der Neumarkter Bogenschützen zur stillen Habersmühle. Unser Weg führt uns über die B299 und später auf einem kleinen Fahrsträßchen zur Friedlmühle und der romantisch gelegenen Bodenmühle. Wenig später kommen wir zur „Leitgraben-Brücke“, wo wir bei Tafel 4034 auf den Mühlenweg (Rot2) wechseln. Dieser führt uns über Auhof und Iberlsmühle in die Ortsmitte von Pilsach (Einkehr & Übernachtungsmöglichkeit).

 
 

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