Ein prägendes Element des Bayerischen Jura sind nicht nur die idyllischen, fast mediterranen Tälchen, sondern auch die weiten Hochebenen, von denen aus die Blicke in die Ferne schweifen. Die folgende Wanderung eignet sich besonders für kalte, klare Wintertage ohne allzu viel Schnee. Bäuerliche Gastwirtschaften gibt es in Laaber und Voggenthal. Sie inszeniert die Weite der Oberpfälzer Landschaft vortrefflich!
Wir starten in Pelchenhofen an der Kirche und wählen den Rundweg blaue 4, der über die gesamte Wanderung unser Begleiter sein wird. Wegetafel 4041b ermuntert uns: Laaber - 5,6 km. Wir folgen dem Weg auf die Pelchenhofener Hochfläche und weiter zur verträumt gelegenen Andachtskapelle des Steinbergs. Das beiliegende Gehöft beherbergt eine Hundezucht; die niedlichen Tierchen begrüßen uns mit dem ihnen eigenen Gebell.
Unser Weg taucht in den Hangwald ein. Mit mäßigem Gefälle folgen wir dem Fahrweg. Wenig später zweigt unser Weg nach halbrechts ab und beginnt wieder zu steigen. Bald darauf erreichen wir die weiten Höhen des Pelchenhofer Bergs. Der Fahrweg bringt uns, immer geradeaus haltend, vorbei an ein paar Büschen und kleinen Wäldchen, in nordöstlicher Richtung voran. Die etwas sentimentale Ödnis der Hochfläche wird konturiert durch die Großwindanlagen sowie durch die Autobahn A3, die wir später unterqueren. Später gelangen wir nach Laaber, das uns mit seinem spitzen Kirchturm grüßt.
In Laaber gibt es neben einer gemütlichen Bauernwirtschaft den munter sprudelnden Quelltopf der schwarzen Laaber. Die ergiebige Karstquelle speist sich aus dem Wasser der weiten Hochfläche; das Wasser ist daher stark kalkhaltig. Über lustige Stufen springt das Quellwasser abwärts. Die Quellfassung ist mit verschiedenen, für die Oberpfälzer Karsttäler typischen Wasserpflanzen bepflanzt. Unser weiterer Weg führt in leichtem Auf und Ab, recht hügelig durch das Pfeiffertal und ein weiteres Trockental hinauf zum Siehwinkel mit kleinem Hain. Hier wenden wir uns einem soliden Fahrweg zu, der uns in westlicher Richtung wieder über die A3 bringt. Auf der Gegenseite steigen wir in ein berauschend schönes. Lichtes Tälchen hinunter: Das Lampertshofener Tal ist ein Seitental der schwarzen Laaber. Wir durchqueren Lampertshofen; unser weiterer Weg verläuft recht abwechslungsreich durch die sehr stille, von Tälchen durchzogene Landschaft. Ein kurzer, steiler Anstieg bringt uns zum Vorplatz der Lippertshofener Kapelle. Über Lippertshofen kommen wir schließlich nach einem etwas kräftigeren Anstieg hinunter in das verträumte Voggenthal (Einkehrmöglichkeit im Dorfgasthaus). Interessant ist die nahebei liegende Quelle der weißen Laaber; sie bildet mit ihrem Lauf eines der ursprünglichsten Flusstäler Deutschlands und hat wegen ihrer Biberpopulation bundesweit Aufsehen erregt.
Unser weiterer Weg führt die Zufahrtsstraße hinauf, wendet sich später aber geradeaus, dem Feldweg oberhalb des Örtchens folgend, nach Westen. Eine weitere Überquerung der Hochfläche bringt und schließlich wieder in die rheinwärts abfließenden Gebiete - wir haben die europäische Wasserscheide wieder überschritten. Zum Abschluss beglückt uns unser Weg nochmals mit einer prachtvollen Passage, die durch die Fichten durchsetzten Karsthänge des Ottosauer Tals führt und uns schließlich zurück nach Pelchenhofen bringt.
Von der schwarzen zur weißen Laaber (16,4 km, 360 hm)


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